Unsere Tiere

Am 9. September 2019 erklang bei uns im Stall das letzte Mal das Brummen der Melkanlage. In unserem Stall stehen nun fortan Mastkühe und keine Milchkühe mehr. 

Unser Hofhund heisst Zoé, ist ein reinrassiger Labrador und ist im Februar 2018 geboren. Sie ist mittlerweile schon fast ausgewachsen, braucht aber noch einiges an Erziehung. Damit das immer besser klappt gehen und Susanne einmal wöchentlich ins Treibball. Zoé darf im Treibball grosse Bälle ins Tor schiessen und wird da nicht nur körperlich sondern auch geistig gefordert. Zoé grüsst die Besucher und Spaziergänger nicht nur mit Schwanzwedeln, ab und zu bellt sie auch um auf sich aufmerksam zu machen oder weil sie uns Besucher und Fussgänger melden möchte. Sie bewacht uns also bestens;-).

Unser Schweinestall bietet 126 Mastschweinen Platz.


Um auf dem Fleischmarkt interessanter zu werden, haben wir nach einer spannenden Vertriebsmöglichkeit für unsere Mastschweine gesucht. In diesem Zusammenhang sind wir auf ein Inserat im Schweizer Bauer gestossen, worin FORS FUTTER neue Partner für ein spezielles Kräuterprogramm gesucht hat  Seit letztem Sommer sind deshalb unsere Säuli sind nicht einfach nur normale Mastschweine sondern "Kräuterschweine"; Kenner nennen sie auch "Ricolaschweine"


Vier Gründe für Kräuterfleisch

  1. Natürlichkeit und Tierwohl
    Nur ausgewählte Schweizer Bauern, welche unsere hohen Anforderungen bezüglich Tierhaltung, Fütterung und Zucht erfüllen, dürfen Kräuterfleisch produzieren. Die Tiere erhalten zusammen mit dem qualitativ hochstehenden und natürlichen FORS Futter eine spezielle Kräutermischung. Das Rezept ist streng geheim. Die Tiere sind vitaler und die Kräuter erfüllen zudem die Stallluft mit einem angenehmen Klima, welches die Gesundheit der Tiere nachhaltig fördert.
  2. Qualität statt Quantität
    Heute bevorzugen immer mehr Konsumenten weniger, dafür qualitativ hochwertiges Fleisch. Kräuterfleisch erfüllt dieses Bedürfnis in allen Belangen. Das Fleisch verliert bei der Lagerung und beim Kochen viel weniger Wasser und ist daher sehr saftig und zart. Ein feiner aromatischer Geschmack überzeugt auch strengste Kritiker. In zahlreichen Blinddegustationen wurde das Kräuterfleisch von bis zu 90% der Testpersonen bevorzugt.
  3. Gesundheit und Foodwaste
    Die Kräuter schützen das Fett des Kräuterfleisches nachhaltig vor Oxidation. Analysen zeigen, dass das Fett von Kräuterschweinen viel weniger Cholesterinoxide enthält als jenes von konventionell erzeugtem Schweinefleisch. Dadurch schmeckt es nicht nur besser, sondern ist auch gesünder. Auch Metzger sind begeistert, weil sich das Kräuterfleisch ideal zur Verarbeitung zu Dauerprodukten wie Schinken oder Speck eignet und auch bei längerer Lagerung seine Qualität behält.
  4. Verantwortung und Swissness
    Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass wir in unserem Land hochstehende in der Schweiz produzierte Produkte konsumieren können. Qualität steht darum an erster Stelle. Daher überwachen wir sämtliche Schritte der Kräuterfleischproduktion, vom Produzenten bis zum Ladentisch. So können wir unseren Konsumenten ein einmaliges Gaumenvergnügen mit unserem Kräuterfleisch garantieren.

 

Von der Forschung zur Praxis

Seit Beginn dieses Jahrhunderts erforschen wir mit Partnern zusammen die Wirksamkeit verschiedener Kräuter und Gewürze auf Tiergesundheit und Schmackhaftigkeit des Fleisches. Es wurden zahlreiche Versuche, insbesondere bei Schweinen durchgeführt. Dabei stellten wir fest, dass sowohl die Gesundheit der Tiere, wie auch die Zusammensetzung des Fettes beeinflusst werden können. Degustationen bestätigten in der Folge, dass auch geschmackliche Veränderungen durch die Verabreichung von speziellen Kräutern eintreten. Kooperationsprojekte mit Hochschulen im In- und Ausland bekräftigten schliesslich auch folgende wissenschaftlich gewonnen Erkenntnisse:

Eine spezielle Kräutermischung beeinflusst die Zusammensetzung und die Eigenschaften des Fettes und verbessert markant den Geschmack des Fleisches

Heute produzieren wir für den Schweizer Markt erfolgreich Kräuterfleisch aus Schweinen und Kälbern. Die Nachfrage ist enorm. Aus diesem Grund versuchen wir unser Angebot laufend auszudehnen.

Die Kräuter

Die patentierte Futtermischung besteht aus einer geheimen Zusammensetzung verschiedener natürlicher, gentechnikfreien Kräutern. Bei der Auswahl wurde ein besonders Augenmerk auf die Eigenschaften der einzelnen Kräutern gelegt, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Das Ergebnis ist, dass nicht nur vitalere Tiere heranwachsen, sondern das deren Fleisch auch aromatischer und zarter wird.


(Auszug aus Webseite www.kraeuterfleisch.ch)

Unser Ziel ist es, Ihnen unserer Kräutersäulifleisch möglichst bald in unserem Hofladen zum Verkauf anbieten zu können.


Seit Mittwoch, den 22. November 2017 arbeiten die ersten fünf Skudden-Auen auf unserem Betrieb mit. Die kleinen Helfer sollen uns vor allem im Rebberg entlasten in dem dass sie den Rasen "mähen", das Unkraut vernichten und besten Falls auch noch helfen beim Auslauben. Wir sind sehr gespannt, wie sie sich bei uns einleben.

SKUDDEN

Rassebeschreibung
Die Skudden sind eine sehr alte Schafrasse. Diese ist durch die Jahrhunderte kaum züchterisch bearbeitet worden und gehört zur Gruppe der kurzschwänzigen Heideschafe.
Ihre ursprüngliche Heimat ist Ostpreussen und das Baltikum. Die Ursprungsgebiete waren karge, sandige Weideflächen mit Steppengras, Heidekraut, Birken und Kiefern. Heute trifft man in diesen Gegenden keine Skudden mehr an. Durch die beiden Weltkriege wurden die Skuddenbestände drastisch reduziert. In einigen wenigen Kleinbeständen überlebten sie bis in unsere Zeit. In der Folge wurde die Rasse in die „Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohten Haustiere aufgenommen.

Herkunft und Geschichte

Skudden sind freundliche, kleine Schafe, die für Landschaftspflege und Hobbyhaltung geeignet sind. Das Gewicht der Widder liegt zwischen 35−50 kg, das der Auen bei 25−35 kg. Auffälligstes Kennzeichen der Widder ist das imposante Schneckengehörn. Auen sind meist hornlos. Gelegentlich kommt es vor, dass sie Hornstummeln oder kleine Hörner tragen.
Rassetypisch ist die Mischwolle. Sie setzt sich zusammen aus sehr feinen Wollfasern, durchsetzt mit Kurzhaaren und dem deckenden Langhaar. Ein weiteres Merkmal der Rasse ist der kurze, flunderförmige Schwanz. Skudden sind sehr lebhaft und aufmerksam. Die Rasse ist so vital, robust und anspruchslos wie vor tausend Jahren.
Ausgeprägt sind ein wildähnliches Verhalten, der Herdentrieb, die Standorttreue, das mütterliche Instinktverhalten und der Beschützertrieb der Widder. Skudden sind genügsam, aber weder Hungerkünstler noch Abfallverwerter. Das langsam wachsende Tier gedeiht am besten bei extensiver Haltung. Sein Fleisch ist eine Delikatesse.
Die Fruchtbarkeit ergibt ein Ablammergebnis von ca. 130 %, Geburten verlaufen in der Regel problemlos. Die Mischwolle der Skudden kann zu Feinwollstoffen (Tweed), Teppichen und Decken verarbeitet werden. Die Wolle eignet sich auch ausgezeichnet zum Filzen. Weisse Wolle, die eingefärbt wird, ergibt wegen ihrer Zusammensetzung spezielle Farbeffekte.